Umweltplattform der HolzindustrieDer Fachverband der Holzindustrie Österreichs musste sich auch 2009 vermehrt mit Umsetzungsschritten von europäischen Richtlinien in nationales Recht befassen. Mehrere Umweltausschuss Sitzungen mit der Unterstützung von Experten der Branche haben zu den Themen „Wasserrahmenrichtlinie“, „CO2 Emissionshandel“, „Bundesabfallwirtschaftsplan“ und „Ersatzbrennstoffrichtlinie“ stattgefunden. REACH Experten bei der HFA wurden unterstützt um den Mitgliedsbetrieben die nötigen Informationen zum neuen Chemikaliengesetz geben zu können. Gemeinschaftsprojekt mit dem BMLFUW Der Fachverband der Holzindustrie Österreichs konnte durch Unterstützung eines umfassenden Analyseprojektes von Nebenprodukten und Recyclingholz einen Beitrag zum Bundesabfallwirtschaftsplan 2007 leisten. 2008 wurden die ersten Erkenntnisse diskutiert und müssen den Einsatz von Sekundärrohstoffen im Holzwerkstoffbereich sicherstellen. Eine Altholzverordnung wird in Zusammenarbeit mit dem Ministerium zurzeit diskutiert. Schwerpunkt-CO2 Im laufenden Jahr unterliegen die österreichischen Betriebe zahlreichen weiteren nationalen und internationalen Umweltauflagen. Zu den vorrangigen Aufgaben zählt, neben effizientem Lobbying und der Begutachtung von relevanten Gesetzesentwürfen, das Entstehen von Wettbewerbsnachteilen für die Branche zu verhindern. Die Tatsache, dass Produkte aus Holz große Mengen CO2 speichern und damit Holz der natürliche, nachwachsende Bau- und Werkstoff der Zukunft sein muss, wird weiterhin durch gezielte Informationsarbeit ins Bewusstsein der Verantwortlichen getragen. Ein CO2 Bewertungsstudie zum Thema Life Cycle Assessment (Produktlebenszyklus) wird mit den internationalen Gremien durchgeführt. Holzbiomasseaschen Die derzeitige Situation für eine stoffliche Verwertung von bestimmten Biomasseaschen Fraktionen ist unbefriedigend. Biomasseaschen aus hoch effizienten Biomasseanlagen mit Holzfeuerungen müssen vielerorts teuer entsorgt werden und könnten nach Aussagen von nationalen und internationalen Experten einen volkswirtschaftlichen Mehrnutzen bringen. Eine FHP finanzierte Studie von BIOS konnte 2008 belegen, dass dringender Handlungsbedarf international besteht um die Gesetzeslage dahingehend zu verändern einen wesentlich höheren Anteil stofflich zu nutzen. Bei der Kompostierung, der Wideraufbringung in den Wald und im Forststraßenbau werden die größten Potentiale erkannt. Ziel ist es bestehendes Wissen an die Verantwortlichen weiterzuleiten um Gesetzesänderungen zu ermöglichen. Ein Forschungsprojekt konnte 2009/2010 initiiert werden. Die Erkenntnisse daraus werden den betroffenen Branchen kommuniziert. |